Arnold Weissman
September 2004
Von Nils Bohr, dem berühmten dänischen Physiker, stammt die folgende Weisheit: Das Gegenteil einer falschen Behauptung ist eine richtige Behauptung. Aber das Gegenteil einer großen Warheit ist oft eine andere große Warheit.
Wir können uns vorstellen, welcher Paradigmenwechsel für einen Physiker, der auf absolute Präzision und Eindeutigkeit ausgerichtet ist, in einer solchen Aussage liegen muss. Während in der Zeit nach Sir Isaac Newton noch galt, dass ein Ding nicht das eine und das andere sein kann, erkannten die Quantenphysiker des frühen 20. Jahrhunderts am Beispiel des Lichts, das eben gleichzeitig Welle oder Teilchen sein kann (je nach Position des Betrachters), eine neue Dimension ihres Denkens, einen „Quantensprung“. Seit dieser Erkenntnis wissen wir, dass die Welt im Auge des Betrachters entsteht.
Wie können Wirtschaftsführer von solchen Erkenntnissen profitieren? Zunächst wäre es hilfreich, ein Unternehmen wie einen Organismus, wie ein Energiesystem, zu betrachten. Wenn physikalisch „alles Energie“ ist, so gilt dies doch logischerweise auch für Unternehmen. Nils Bohr und seine Kollegen können uns helfen, einen Perspektivenwechsel durchzuführen...
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