Arnold Weissman, Bernd Venohr
Financial Times Deutschland, Sonderbeilage enable
November 2005
Deutschlands Familienunternehmen sind international so stark, weil sie verlässliche Partner direkt in der Nachbarschaft haben.
Es ist schon paradox. Die Wirtschaftselite unseres Landes versucht uns glauben zu machen, der Standort D sei dramatisch auf dem absteigenden Ast, kaum noch wettbewerbsfähig. Andererseits gibt es rund 1500 international ausgerichtete Marktsegmente, in denen deutsche Unternehmen führend sind oder zumindest die Positionen zwei oder drei belegen. Zu diesen Weltmarktführern gehören so namhafte Konzerne wie Siemens (Medizintechnik, Automatisierung, Licht und Kraftwerkstechnik) und Bertelsmann (Buchverlage, Druckereien, Musikgeschäft), aber auch Firmen wie Robot, Weltmarktführer für Radarfallen, und Teepack, das mehr Teebeutelmaschinen herstellt als jedes andere Unternehmen.
Ziehen wir die rund 140 börsennotierten Unternehmen aus Dax, MDax, SDax und TecDax ab, so finden sich in Deutschland immer noch mehr als 1000 Firmen, die mindestens eine Top-drei-Position in der Welt innehaben...
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